
Haus verkaufen Thurgau: Die 10 häufigsten Fehler
Ihr Haus im Thurgau zu verkaufen ist eine grosse Sache. Diese 10 Fehler kosten Eigentümer Zeit und Geld. Erfahren Sie, wie Sie sie vermeiden.
Ein Haus zu verkaufen ist für die meisten Menschen keine alltägliche Angelegenheit. Oft ist es das Ergebnis jahrelanger Arbeit und voller persönlicher Erinnerungen. Gerade deshalb ist es entscheidend, den Verkaufsprozess im Kanton Thurgau strategisch und professionell anzugehen. Ein Fehler kann schnell mehrere zehntausend Franken kosten oder den Verkauf unnötig in die Länge ziehen. Ob in Romanshorn direkt am See, in Amriswil im Hinterland oder in der Kantonshauptstadt Frauenfeld – der Immobilienmarkt hat seine eigenen Regeln. Als lokale Experten kennen wir die Fallstricke und zeigen Ihnen die 10 häufigsten Fehler, die Sie beim Hausverkauf im Thurgau unbedingt vermeiden sollten.
Fehler 1: Der falsche Preis
Die Preisfestlegung ist der vielleicht kritischste Schritt im gesamten Verkaufsprozess. Setzen Sie den Preis zu hoch an, riskieren Sie, dass Ihre Immobilie zum „Ladenhüter“ wird. Interessenten vergleichen die Angebote sehr genau. Ein Haus, das monatelang ohne Preisreduktion online ist, wirkt schnell unattraktiv und weckt Misstrauen. Potenzielle Käufer fragen sich: „Was stimmt mit diesem Haus nicht?“. Setzen Sie den Preis hingegen zu tief an, verschenken Sie bares Geld. Die emotionale Bindung führt bei Eigentümern oft zu einer unrealistischen Einschätzung. Eine professionelle, datenbasierte Marktbewertung, die den Zustand, die Lage (z.B. die Nähe zum Bodensee oder die Anbindung an den ÖV in Weinfelden) und aktuelle Vergleichsobjekte berücksichtigt, ist die Basis für einen erfolgreichen Verkauf.
Fehler 2: Mangelhafte Vorbereitung und Präsentation
Der erste Eindruck zählt – und es gibt keine zweite Chance dafür. Ein unaufgeräumtes, überladenes oder ungepflegtes Haus schreckt Käufer ab. Sie können sich nur schwer vorstellen, dort selbst zu leben. Investieren Sie Zeit in die Vorbereitung. Das heisst: gründlich aufräumen, persönliche Gegenstände wie Familienfotos wegräumen (Depersonalisierung) und für Sauberkeit und frische Luft sorgen. Kleine Reparaturen, wie ein tropfender Wasserhahn oder eine quietschende Tür, sollten unbedingt erledigt werden. Ein Anstrich in neutralen Farben kann Wunder wirken. Dieser Prozess, auch „Home Staging“ genannt, steigert nicht nur die Verkaufschancen, sondern oft auch den erzielbaren Preis. Denken Sie daran: Sie verkaufen nicht nur vier Wände, sondern ein Lebensgefühl.
Fehler 3: Emotionale Entscheidungen treffen
Ihr Zuhause steckt voller Erinnerungen. Das erste Kinderlachen, grosse Feste im Garten, unzählige gemütliche Abende. Diese emotionale Bindung ist verständlich, kann beim Verkauf aber zu einem echten Hindernis werden. Sie kann Ihre Preisvorstellung verzerren und Verhandlungen erschweren. Vielleicht nehmen Sie ein niedriges Gebot persönlich oder sind nicht bereit, über den Auszugstermin zu verhandeln. Es ist wichtig, eine professionelle Distanz zu wahren. Betrachten Sie den Verkauf als das, was er ist: eine geschäftliche Transaktion. Ein externer Partner, wie ein Makler, kann hier eine unschätzbare, neutrale Pufferzone zwischen Ihnen und den potenziellen Käufern bilden.
Fehler 4: Fehlende oder unvollständige Unterlagen
Ein professioneller Verkaufsprozess erfordert eine lückenlose Dokumentation. Spätestens wenn ein Käufer eine Finanzierungszusage bei seiner Bank einholt, müssen alle relevanten Papiere vorliegen. Fehlende Dokumente führen zu Verzögerungen und wirken unprofessionell. Stellen Sie sicher, dass Sie von Anfang an alles griffbereit haben. Dazu gehören unter anderem: ein aktueller Grundbuchauszug, der Katasterplan, die Gebäudeversicherungs-Police, Grundrisspläne, eventuelle Baubewilligungen für Anbauten sowie eine Auflistung der Renovationen der letzten 15 Jahre. Wenn Sie diese Unterlagen erst zusammensuchen müssen, wenn der erste Interessent danach fragt, verlieren Sie wertvolle Zeit und Momentum.
Fehler 5: Schlechte Fotos und kein Marketingkonzept
Über 90 % aller Immobiliensuchenden starten ihre Suche online. Aussagekräftige, professionelle Fotos sind daher kein „nice-to-have“, sondern eine absolute Notwendigkeit. Mit dem Handy geknipste, dunkle und schiefe Bilder haben auf den grossen Immobilienportalen keine Chance. Investieren Sie in einen professionellen Immobilienfotografen, der weiss, wie man Ihr Haus ins beste Licht rückt. Gerade bei Liegenschaften im Thurgau mit Seeblick oder grossem Umschwung können auch Drohnenaufnahmen einen enormen Mehrwert bieten. Doch gute Bilder allein reichen nicht. Es braucht eine durchdachte Marketingstrategie: Auf welchen Portalen wird inseriert? Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Ein Exposé, das mehr als nur Daten auflistet, sondern eine Geschichte erzählt, ist entscheidend, um beim Haus verkaufen in Thurgau erfolgreich zu sein.
Fehler 6: Reparaturen und Mängel verschweigen
Niemand erwartet ein perfektes Haus, vor allem nicht bei älteren Liegenschaften. Es ist jedoch ein grosser Fehler, bekannte Mängel zu verschweigen oder zu versuchen, sie zu vertuschen. Spätestens bei der Besichtigung durch einen Experten oder nach dem Kauf kommen solche Probleme ans Licht. Das kann zu mühsamen Nachverhandlungen, Preisreduktionen oder im schlimmsten Fall sogar zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen. Seien Sie transparent. Offen kommunizierte Mängel, die im Verkaufspreis bereits berücksichtigt sind, schaffen Vertrauen. Kleinere Schönheitsreparaturen sollten Sie vor dem Verkaufsstart erledigen, bei grösseren Mängeln (z.B. einer anstehenden Dachsanierung) ist es oft ehrlicher und wirtschaftlicher, dies im Preis fair zu berücksichtigen.
Fehler 7: Verhandlungspotenzial nicht erkennen
Bei Verhandlungen geht es um mehr als nur den Preis. Oft sind es die „weichen“ Faktoren, die einen Deal ermöglichen oder scheitern lassen. Vielleicht ist ein Käufer bereit, Ihren Wunschpreis zu zahlen, wenn Sie ihm beim Übergabedatum entgegenkommen. Oder ein anderer Interessent bietet etwas weniger, kann aber eine schnelle, unkomplizierte Abwicklung ohne Finanzierungsvorbehalt garantieren. Wenn Sie sich stur auf eine einzige Zahl fixieren, vergeben Sie möglicherweise die Chance auf den für Sie insgesamt besten Deal. Ein erfahrener Makler kann hier als Vermittler agieren und kreative Lösungen finden, die für beide Seiten passen.
Fehler 8: Steuerliche Aspekte ignorieren
Der Verkauf einer Immobilie hat erhebliche steuerliche Konsequenzen. Die wichtigste Steuer im Kanton Thurgau ist die Grundstückgewinnsteuer. Sie wird auf der Differenz zwischen dem Verkaufspreis und den ursprünglichen Anlagekosten (Kaufpreis plus wertvermehrende Investitionen) erhoben. Die Höhe hängt von der Haltedauer und der Grösse des Gewinns ab. Es ist essenziell, diese Steuer korrekt zu berechnen und den Betrag vom Verkaufserlös zurückzulegen. Wertvermehrende Investitionen (z.B. der Anbau eines Wintergartens) können Sie abziehen, nicht aber werterhaltende (z.B. der Ersatz einer alten Heizung durch ein gleiches Modell). Ein Fehler in der Berechnung kann teuer werden. Holen Sie sich hier frühzeitig Rat.
Fehler 9: Besichtigungen unvorbereitet durchführen
Die Besichtigung ist der Moment der Wahrheit. Hier müssen Sie überzeugen. Führen Sie Interessenten nicht einfach nur durch die Räume, sondern erzählen Sie eine Geschichte. Weisen Sie auf besondere Vorzüge hin: die Morgensonne in der Küche, der eingebaute Wäscheschacht, der kurze Fussweg zum Bahnhof Arbon. Seien Sie aber auch auf kritische Fragen vorbereitet: Wie hoch sind die Nebenkosten? Wann wurde die Heizung zuletzt gewartet? Was sind die Nachbarn für Leute? Eine unzureichende Antwort oder Unwissenheit wirken schnell unsicher. Erstellen Sie eine Mappe mit den wichtigsten Kennzahlen und Fakten, die Sie bei der Besichtigung zur Hand haben.
Fehler 10: Den Aufwand unterschätzen
Viele Eigentümer, die ihr Haus verkaufen wollen, denken: „Ich inseriere es online, ein paar Leute kommen vorbei und dann ist es verkauft.“ Die Realität sieht anders aus. Der Prozess ist zeitaufwändig und komplex. Von der Bewertung über die Erstellung des Exposés, die Koordination und Durchführung von Dutzenden Besichtigungen (oft abends und am Wochenende), die Bonitätsprüfung der Käufer, die Verhandlungen bis hin zur Vorbereitung des Notartermins – all das erfordert Zeit, Fachwissen und Nerven. Den kompletten Prozess neben dem eigenen Beruf und Familienleben zu stemmen, ist eine enorme Belastung. Diesen Aufwand zu unterschätzen, ist einer der Hauptgründe, warum private Verkaufsversuche scheitern.
Wie wir von der Immo Generation AG helfen
Der Verkauf Ihres Hauses im Thurgau muss nicht stressig sein. Als erfahrene Immobilienexperten mit Sitz in Romanshorn begleiten wir Sie durch den gesamten Prozess. Wir kennen den regionalen Markt von Kreuzlingen bis Amriswil, erstellen eine fundierte und für Sie kostenlose Bewertung, entwickeln eine massgeschneiderte Verkaufsstrategie und nehmen Ihnen die gesamte Arbeit ab. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und sicher sein, dass Sie den bestmöglichen Preis für Ihre Immobilie erzielen, ohne die hier beschriebenen Fehler zu begehen. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.